Wenn das Baby auf sich warten lässt: Was tun bei einer Terminüberschreitung?

Wenn das Baby auf sich warten lässt: Was tun bei einer Terminüberschreitung?

Viele werdende Eltern sind voller Vorfreude auf den errechneten Geburtstermin – doch was passiert, wenn dieser verstreicht und das Baby noch nicht zur Welt kommt? Eine später als erwartet einsetzende Geburt ist nicht ungewöhnlich und muss nicht zwangsläufig ein Grund zur Sorge sein. Dennoch gibt es einige Aspekte, die werdende Eltern in dieser Situation beachten sollten.

Wie genau ist der errechnete Geburtstermin?

Der voraussichtliche Geburtstermin wird meist anhand des ersten Tages der letzten Periode berechnet. Dabei handelt es sich jedoch nur um eine Schätzung – nur etwa 4 von 100 Babys kommen tatsächlich an diesem Tag zur Welt. Eine normale Schwangerschaft dauert in der Regel zwischen 38 und 42 Wochen. Alles innerhalb dieser Zeitspanne gilt als termingerecht. Eine Geburt, die über die 42. Woche hinausgeht, wird als "Übertragung" bezeichnet.

Warum lässt die Geburt manchmal auf sich warten?

Es gibt unterschiedliche Gründe, warum ein Baby nicht zum errechneten Termin geboren wird. Manchmal ist die Ursache eine ungenaue Berechnung des Eisprungs oder der Schwangerschaftsdauer. Auch genetische Faktoren können eine Rolle spielen – wenn bereits frühere Schwangerschaften länger gedauert haben, besteht eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass es wieder so ist. Zudem können hormonelle Prozesse im Körper der Mutter beeinflussen, wann die Wehen einsetzen.

Gibt es Risiken bei einer späten Geburt?

Ein leicht überschrittener Termin ist meist unbedenklich, solange die Schwangerschaft ärztlich überwacht wird. Dauert sie jedoch deutlich über die 42. Woche hinaus an, steigt das Risiko für bestimmte Komplikationen. Die Versorgung des Babys durch die Plazenta könnte nachlassen, was die Sauerstoff- und Nährstoffzufuhr beeinträchtigen kann. Auch das Risiko für eine schwierige Geburt steigt, da das Kind weiterhin an Gewicht zunimmt.

Wie kann die Geburt angeregt werden?

Wenn das Baby auf sich warten lässt, gibt es einige natürliche Methoden, die helfen können, die Wehen in Gang zu setzen. Bewegung, insbesondere Spazierengehen, kann die Gebärmutter sanft stimulieren. Auch Entspannung, warme Bäder oder sanfte Bauchmassagen können eine unterstützende Wirkung haben. Ein häufig genannter Tipp ist zudem Geschlechtsverkehr, da bestimmte im Sperma enthaltene Hormone den Muttermund weicher machen können.

Sollte der Arzt oder die Hebamme feststellen, dass eine medizinische Einleitung notwendig ist, stehen verschiedene Methoden zur Verfügung. Diese reichen von wehenfördernden Medikamenten bis hin zum Einsetzen eines sogenannten Wehenballons. Welche Maßnahme ergriffen wird, hängt von der individuellen Situation der Mutter und des Kindes ab.

Ruhe bewahren und sich gut betreuen lassen

Eine späte Geburt bedeutet nicht automatisch eine Gefahr, solange regelmäßige Untersuchungen stattfinden und die Gesundheit von Mutter und Baby überwacht wird. Geduld und Gelassenheit sind jetzt wichtig – das Baby entscheidet selbst, wann es bereit ist, das Licht der Welt zu erblicken.

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